Dezentrales Wissensmanagement trifft Vernetzung

    Special Exzellente Wissensorganisation 2012

    22. August 2012 von Julia Endt

    Die Initiative "Exzellente Wissensorganisation" zeichnet Organisationen aus, die in vorbildlicher Weise Wissensmanagement umsetzen - Best Practices im besten Sinne. DieSMA Solar Technology AG wurde Sieger im Wettbewerb 2012. Die SMA hat mit einer Vielzahl an spannenden und interessanten Methoden überzeugt, die einen hohen Kundennutzen haben und sich stark auf zwei Themen fokussieren: Dezentralisierung und Vernetzung.

    siehe dazu auch den Beitrag "SMA Solar Technology AG - Wissensmanagement in Zeiten der Energiewende" unseres Partners www.wissensexzellenz.de


    Dezentralisierung durch lokale Wissensmanager

    Ein dezentral aufgebautes Wissensmanagement hat viele Vorteile: Wissensmanagement wird auf mehrere Schultern verteilt und vor Ort, direkt da wo der Bedarf entsteht, mit großer Kundennähe und Akzeptanz ausgeführt. Mitarbeiter, die in ihrer alltäglichen Arbeit Wissensmanagementaufgaben übernehmen (u.a. Bücherverwaltung, Mentoring, interne Schulungen), sind sogenannte lokale Wissensmanager. Sie tragen dazu bei, dass Wissensmanagement vor Ort von Mitarbeitern für Mitarbeiter betrieben werden kann.

    Auch das Wissensmanagement bei SMA verfolgt die Strategie eines dezentralen Wissensmanagements und arbeitet unternehmensweit mit den lokalen Wissensmanagern, die bestimmte Aufgaben für ihr Team oder ihre Abteilung übernehmen.

    Aber nicht nur die lokalen Wissensmanager kümmern sich um ein hochwertiges Wissensmanagement, sondern jeder einzelne Mitarbeiter selbst. Durch eine beteiligende Unternehmenskultur, die viele Freiräume ermöglicht, können sich Mitarbeiter auf allen Ebenen einbringen. Der gelebte offene und partnerschaftliche Umgang, aber auch die Beteiligung aller Mitarbeiter am Unternehmenserfolg führen dazu, dass Mitarbeiter gerne ihr Wissen weitergeben und sich nicht als Konkurrenten ansehen.

    Die Vernetzung macht’s!

    Doch Dezentralisierung im Allgemeinen und speziell im Wissensmanagement kann in einem großen Unternehmen nur funktionieren, wenn sich verschiedene  Know-how-Träger und Fachexperten rege austauschen. Daher setzt SMA bewusst viele verschiedene, anwendungsorientierte Werkzeuge zur Vernetzung ein. Einen besonderen Schwerpunkt legt die Abteilung Wissensmanagement auf die Gründung, Betreuung und Qualitätssicherung von bereichsübergreifenden fachlichen Wissensnetzwerken und Arbeitskreisen.
    Darüber hinaus bietet die Abteilung spezielle Vernetzungsveranstaltungen an, wie beispielsweise die SMA Desktour. Bei dieser Veranstaltung werden Mitarbeiter verschiedener Abteilungen in kleine Gruppen eingeteilt, zeigen sich gegenseitig ihren Arbeitsplatz und stellen sich die dazugehörenden Schnittstellenpartner vor. Dadurch kann zum Beispiel bei Firmeneintritten oder Projektstarts gleich von Beginn an ein großes Netzwerk und ein starkes Zusammengehörigkeitsgefühl geschaffen werden.

    Die Abteilung Wissensmanagement setzt immer wieder auch neue Methoden ein, wie das Lunchbingo. Hierbei werden Mitarbeiter aus ganz unterschiedlichen Abteilungen, die sich nicht oder nur wenig kennen, gemeinsam zum Mittagessen ausgelost. Es wird darauf geachtet, dass sich die Teilnehmer möglichst hierarchieübergreifend und interdisziplinär miteinander vernetzen.

    Durch Vernetzung und die daraus resultierenden Einblicke in andere Unternehmensbereiche können letztendlich bessere Entscheidungen betroffen werden und Changeprozesse reibungsloser ablaufen.

    Erfolgreiches Wissensmanagement durch zentrale Steuerung mit hoher Kundennähe und erfahrbarem Nutzen

    Dezentralisierung und Vernetzung kann nur durch eine zentrale Wissensmanagementstelle erfolgreich getrieben werden. Daher ist die Abteilung Wissensmanagement, die die unternehmensweite Koordination, Steuerung und Implementierung neuer Wissensmanagementmethoden und –instrumente übernimmt, als Stabstelle am Vorstand aufgestellt. Durch die Nähe zum Vorstand und die Vernetzung mit den lokalen Wissensmanagern erzielt das Wissensmanagement nicht nur eine große Reichweite ins Unternehmen hinein, sondern auch enorme Erfolge durch hohe Kundennähe. Hohe Kundennähe zeigt sich zudem in den internen Weiterbildungsmaßnahmen für Ingenieure, die durch das Wissensmanagement im Rahmen der SMA University organisiert werden. Die SMA University besteht aus 98% internen Referenten, die ihr Wissen und ihre Erfahrungen an rund 1.000 Ingenieure und Techniker weitergeben. Dabei stehen gemeinsam mit den „Kunden“ festgelegte, technische Themen im Mittelpunkt. Darüber hinaus werden auch etablierte Methoden oder aktuelle Trends, die SMA bewegen, behandelt.

    Der Erfolg des Wissensmanagements bei SMA liegt außerdem in dem bunten Portfolio an Methoden und Instrumenten begründet. Dabei gilt die Devise: Es gibt keine allgemeingültigen Wissensmanagementmethoden. Alle Methoden und Instrumente müssen stets an den Kundenbedarf und die jeweiligen Umstände angepasst werden. Neben dieser Anpassung der Methoden an die Kundenbedürfnisse ist von besonderer Bedeutung, dass der Nutzen der Wissensmanagementmaßnahmen für die Mitarbeiter direkt erfahrbar ist. Erreichen kann man das mit regelmäßigen Kundenbefragungen und persönlichen Gesprächen.  Methoden mit einem positiven Aufwand-Nutzen-Verhältnis werden angenommen und  mit der passenden Unternehmenskultur wird Wissensmanagement zum Selbstläufer.

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