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Wissensmanagement und IT-Tools
Der Markt für Wissensmanagement-Tools ist groß und intransparent. Funktionsumfang und Leistungsfähigkeit bleiben häufig nebulös. Die bisherigen Erfahrungen zeigen, dass das Interesse, Wissen in einem Unternehmen anderen Menschen zur Verfügung zu stellen und das Wissen anderer zu erfragen, vorrangig eine Aufgabe der Organisations- und Personalentwicklung ist. Dennoch kann die Wissensnachfrage, das Wissensangebot und deren Wachstum in einem Unternehmen sehr wohl unter einer fehlenden oder unzureichenden technologischen Infrastruktur leiden.
  1. Welche Funktion haben Wissensmanagement-Tools?
    Ein WM-Tool hilft beim


    • Bearbeiten
    • Speichern und
    • Wiederfinden von Daten bzw. Dokumenten.

      Den Tools kommt die Aufgabe zu, den Menschen bei der Entwicklung und der Anwendung von Wissen zu unterstützen. Die Software hat den Charakter eines Werkzeugs, das auf die Erweiterung menschlicher Fähigkeiten zielt, ohne dass dem Benutzer aber der Zeitpunkt der Benutzung oder die damit durchzuführende Aufgabe vorgeschrieben werden.

  2. Was leisten Wissensmanagement-Tools?
    Ein WM-Tool sollte in der Lage sein,

    • Wohl- oder teilstrukturierte Prozesse zu automatisieren,
      zum Beispiel durch
    • Dokumenten-Management-Systeme
    • Workflow-Management-Systeme
    • Die Wissensverteilung und Wissensspeicherung effizient zu gestalten und kreative Prozesse, wie die Ideenfindung oder die Wissensentwicklung zu unterstützen
Wissensmanagement in Fallbeispielen
Sie möchten sicherlich wissen, wie Ihre Kollegen anderer Unternehmen mit Wissensmanagement umgehen und welche Erfahrungen Sie gemacht haben.

Wir geben Ihnen hier eine Auswahl von Fallbeispielen an die Hand, die Ihnen zeigen

  • Dass Sie mit Ihren Problemen nicht allein dastehen
  • Wie sie Kardinalfehler umgehen können
  • Wie welche Phasen gelebt werden und
  • Wie Aufwand im Verhältnis zum Ergebnis steht.

Wennn Sie selber Ihre Geschichte erzählen wollen - bei uns sind Sie in guter Gesellschaft. Nehmen Sie Kontakt mit uns auf, wir freuen uns über Ihren Beitrag.

Die Methoden des Wissensmanagements
Für eine erfolgreiche Einführung des Wissensmanagements im Unternehmen kann man sich einer Fülle von Methoden und Tools bedienen.

Vor der Methodenauswahl muss darum immer eine klare Definition der Ziele des Wissensmanagements stehen. Ein Fragenkatalog hilft, diese Ziele zu identifizieren:

  • Was soll Wissensmanagement in Ihrem Unternehmen leisten?
  • Was ist das wirklich relevante Wissen, das gemanagt werden soll?
  • Was läuft im Unternehmen bereits sehr gut und wo sind die Schwachstellen?
  • Gibt es bei Ihnen wenig informellen Austausch von Wissen?
  • Sind vor allem neue Mitarbeiter "Schwachstellen" im Wissensbereich?
  • Wird vorhandenes Wissen nicht genutzt? Warum?
  • Gibt es Probleme beim Wissensaustausch über Abteilungsgrenzen hinweg? Etc.

Es gibt also eine Fülle möglicher Ansatzpunkte für Wissensmanagement - und nur wer das Ziel kennt kann sich für den geeigneten Weg entscheiden.

Die im folgenden beschriebenen Methoden des Wissensmanagements sind teilweise altbekannte "Freunde" des Management. Das heißt nicht, dass sie für einen gezielten Einsatz zur Verbesserung Ihres Wissensmanagements ungeeignet sind - aber nicht jede Methode kann alles leisten.

Wir geben Ihnen deshalb für jede Methode eine Kurzbeschreibung und soweit möglich einen Hinweis, wo die Methode erfolgreich eingesetzt wird. Dazu erklären wir, welche Wissensmanagement-Aktivität mit der Methode erfolgreich unterstützt werden kann. Zu guter Letzt finden Sie auch geprüfte Links, wo Sie weitergehende Informationen oder auch Anbieter der beschriebenen Methode finden. Sie werden sicher verstehen, dass wir insbesondere für Inhalte anderer Webseiten keine Garantien geben können. Wir würden uns auch über Rückmeldungen freuen, was Sie an unserer Aufstellung gut finden, was wir noch ergänzen sollten und ob Sie weitere gute Links kennen! Dabei heißt unsere Devise "weniger ist mehr", für eine Masse an oftmals dünnen Informationen gibt es die bekannten Suchmaschinen.

Wissensmanagement Aktivitäten/ Aufgaben

Bei der Erklärung der Einsatzmöglichkeiten einer Wissensmanagement-Methode stützen wir uns auf dieses Raster der möglichen Aktivitäten und Aufgaben. Im wesentlichen kann man zwischen Generierung von neuem Wissen und der effektiveren Nutzung bereits vorhanden Wissens unterscheiden.

Neues Wissen generieren:

  • Wissen erwerben, z.B. kaufen, austauschen
  • Lernen, "organisches" Wachstum von Wissen
  • Innovation, z.B. Forschung
  • Wissensgenerierung messen und belohnen

Vorhandenes Wissen besser nutzen:

  • Identifizieren (wissen, was die Organisation schon weiß)
  • Priorisieren (was müssen wir wissen)
  • Wissen bewahren (durch klassifizieren und organisieren)
  • Wissen nutzen (Zugang verschaffen)
  • Nutzung messen (und belohnen)
Aktuell
29.06.2008
Von der Paradoxie, Wissen zu managen
Schon in den ersten Jahren des Wissensmanagements wurde diskutiert, ob sich Wissen überhaupt managen lässt. Ob nicht der Begriff "Wissensmanagement" einen Widerspruch in sich darstellt. Ich möchte heute behaupten, dass wir es nur in ganz seltenen Fällen überhaupt mit Wissen zu tun haben. Meine These: Der Begriff Wissen wird innerhalb der Arbeitswelt und insbesondere im Wissensmanagement inflationär gebraucht.mehr
13.06.2008
Enterprise 2.0 - Neues Denken statt neue Technologie
Die Interdisziplin Wissensmanagement ist Mitte der 90er Jahre in Schwierigkeiten geraten, als die IT-System-Hersteller den Begriff verwendet und mit ihren IT-Systemen kommerzialisiert haben. Seitdem wird Wissensmanagement oftmals mit Informationstechnologie gleichgesetzt und zeigt sich in Form der "berüchtigten" Wissensdatenbank. Die Sichtweise Wissensmanagement als wissensorientierte Unternehmensführung zu begreifen ist dagegen wenig verbreitet. Dieses Dilemma kann nur dadurch umgangen werden, dass sich eine Organisation als sozio-technisches System begreift, in dem das soziale System und das technische System miteinander in Wechselwirkung stehen. Unter dem Begriff "2.0" ist in diesem Beitrag also keine neue Version einer Techologie gemeint, sondern vielmehr eine neue Geisteshaltung innerhalb einer Organisation, die vielleicht besser geeignet ist, den Herausforderungen im 21. Jahrhundert gerecht zu werden.mehr
17.05.2008
Wichtige Trends im Wissensmanagement, 2007 bis 2011
Das vorliegende Positionspapier wurde von erfahrenen Anwendern, Wissenschaftlern, Vertretern der Partnerorganisation des BITKOM sowie von Experten des BITKOM-Arbeitskreises "Knowledge Engineering & Management" (AK KEM) als Diskussionsgrundlage für den Kongress/Konferenz "KnowTech 2007" ausgearbeitet. Es richtet sich vorrangig an Praktiker des Wissensmanagements in Unternehmen und Organisationen sowie an Manager, die für Bereiche wie Unternehmensstrategie, Personalentwicklung, Weiterbildung, Informationsmanagement, Prozessmanagement, Kollaboration oder Innovationsmanagement Verantwortung tragen. Das Papier soll aber auch der breiten Öffentlichkeit die Orientierung in der anspruchsvollen Materie erleichtern.mehr
16.04.2008
Integration von Wissen in ein Call Center-System - Wissensdatenbanken im Call Center
Konsolidierte Erfahrungen aus über 100 Wissensmanagementprojekten möglichst praxisnah zu vermitteln - das ist aus unserer Sicht am ehesten durch die Vorstellung eines Beispiel-Projektes möglich. Hierzu dient der nachfolgende Bericht vom Aufbau einer Wissensbank im Call Center der Hambücher GmbH. Beschrieben werden die einzelnen Projektschritte, z.B. Wirtschaftlichkeitsberechnungen, Prozesse zur Lösungspflege, das Füllen der Wissensdatenbank, die Technologie für das Lösungsmanagement bis hin zum Einsatz in der Praxis. Die Hambücher GmbH gibt es nicht. Es handelt es sich um ein "Kunstprojekt", das allerdings so oder in ähnlicher Weise bei Kundenprojekten realisiert wurde.mehr
07.04.2008
Bilanzierung der Wissens-Gesellschaft: Handeln wider Besseren Wissens
Praktisch täglich erscheinen neue Berichte, denen zufolge "wir" an der Umsetzung unseres Wissens scheitern. Dabei befinden wir uns in der Wissens-Gesellschaft. Hört und liest man überall. "Weiss" man. Doch was sind eigentlich die Grundlagen der Wissens-Gesellschaft? Wir zeigen die "Rationalen Gründe" für die Lippenbekenntnisse, Sonntagsreden, also die sog. Knowing-Doing-Gap. Wir zeigen, dass wir an der Bilanzierung von Wissen scheitern (müssen). Wir zeigen, dass wir ohne eine "wirklich-interdisziplinäre" Betrachtung von Evolution, Spiel-"Theorie" und Neuro-Biologie keine vernünftigen, also wissens-basierte Entscheidungen treffen (können). Wir verteidigen ausdrücklich das Entscheidungs-Verhalten von Menschen und zeigen, dass "die Entscheidungen selbst" oft falsch sind. Immerwiederkehrende Arm-Reich-, Neid-Gier-Debatten verlaufen nach immergleichen Mechanismen mit vorhersehbar-unbefriedigenden Ergebnissen. Wir zeigen, dass moralische Kritik an Entscheidungen sinnlos ist, weil sie ins Leere läuft.mehr
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